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| Bibliothek des Freilichtmuseums am Kiekeberg |
von Stefanie Stöhlker
Bibliothek
des Freilichtmuseums am Kiekeberg
Am Kiegeberg 1
21224 Rosenberg
Tel: (0 40) 7 90 17 16
Telefax: (040) 7926464
E-Mail: info@kiekeberg-museum.de
Ansprechperson: Stefanie Stöhlker
Die Bibliothek des Freilichtmuseums am Kiekeberg ist
keine öffentliche Bibliothek im eigentlichen Sinn. Sie
entstand mit Gründung des Museums in den 50er Jahren
hauptsächlich zur wissenschaftlichen Nutzung der
Mitarbeiter, zum Beispiel für Ausstellungen oder
Publikationen. Sie kann aber auch von Privatleuten
genutzt werden, die hier Bücher einsehen und zum Teil
entleihen können. 1987 wurde das Freilichtmuseum am
Kiekeberg vom Landkreis Harburg erworben und ist seitdem
Kreismuseum des Landreises. Das Kiekeberg-Museum ist ein
kulturgeschichtliches Museum, in dem die Kulturgeschichte
einer ländlichen Region museal aufgearbeitet und
präsentiert wird. Ein wichtiger Teil der
Kulturgeschichte des Landkreises Harburg ist die
Landwirtschaft, daher bildet der agrarische Bereich den
Mittelpunkt des Museums. Translozierte Bauernhöfe und
Nebengebäude bilden den Kern der Museumsanlage.
Die Bibliothek umfaßt einen Bestand von ca. 25 000
Büchern, Zeitschriften usw. aus den Gebieten:
Volkskunde, Historische Landesforschung, Landwirtschaft,
Handwerk, Denkmalpflege sowie Ökologie. Einen weiteren
Bereich bildet die Präsenzbibliothek zum Thema
Museumsmanagement. 1993 wurde von Prof. Dr. Wiese, Leiter
des Freilichtmuseums, der Schwerpunktstudiengang
Museumsmanagement ins Leben gerufen, der Studenten und
Studentinnen des Fachbereichs Kulturgeschichte und
Kulturkunde der Universität Hamburg, die ihr Studium auf
den Museumsbereich hin orientieren, die Möglichkeit
bietet, eine Zusatzqualifikation mit hohem Praxisbezug
und wissenschaftlicher Tiefe zu erwerben. Studieninhalte
des dreisemestrigen Zyklus stellen dabei vor allen Dingen
Organisation, Marketing und EDV dar. Der
Schwerpunktstudiengang vermittelt das Konzept des
Museumsmanagements als notwendige Klammer um die
traditionellen Aufgaben der Museumsarbeit (Sammeln,
Bewahren, Forschen).
1996 konnte die elektronische Erfassung des
Museumsbestandes im Bibliotheksbereich abgeschlossen
werden. Das Freilichtmuseum arbeitet mit dem
eigenständig entwickelten Programm FirstRumos, das
mittlerweile auch von über 30 andern Museen verwendet
wird. Mit FirstRumos 97 liegt nun bereits die dritte
Generation dieser Museumssoftware vor. Dieses Programm
bietet eine Software-Komplettlösung für alle
Datenbank-Management-Probleme. Es umfaßt zum Beispiel
das Inventargut, das Bibliotheksgut (nach Standard
RAB-WB), die Adressverwaltung, das Archiv, den Bild- und
Fotobereich, die AV-Medien usw. Der zentrale Schlagwort-
und Verweisekatalog mit automatischer
Datensatzbezugsherstellung und unbegrenzten
Erweiterungsmöglichkeiten bietet dabei umfangreiche
Recherche-Möglichkeiten. Alle Datenbankberichte können
durch eine integrierte Bildeinbindung und -verwaltung
ergänzt werden, so daß in allen Bereichen beliebig
viele Bildinformationen zur Verfügung stehen.
Die Bibliothek wird von dem jeweiligen Volontär
unseres Museums und einer studentischen Hilfskraft (16 h
pro Woche) verwaltet. Der Etat zum Erwerb neuer Bücher
umfaßt 1 000 DM pro Jahr. Das Museum besitzt außerdem
ein Archiv, welches zum Beispiel Bauakten oder
Hofunterlagen des Landkreises Harburg enthält.
Zusätzlich gibt es eine Videothek mit Filmen zu den oben
genannten Bereichen sowie eine Sammlung von Prospekten
und Betriebsanleitungen von Landmaschinen. Diese Bereiche
werden ebenfalls vom Volontär und der studentischen
Hilfskraft verwaltet.
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