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| Bibliothek der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. |
von Alexandra Nelles
Funktionen:
- Spezialbibliothek für den Bereich des
Qualitätsmanagements
- Fachbibliothek für Mitarbeiter des Hauses und
Mitglieder der DGQ
- Informationsvermittlungsstelle zum Thema
"Qualitätsmanagement"
Anschrift:
August-Schanz-Straße 21 A
60443 Frankfurt am Main
Verkehrsverbindung:
U 5: Preungesheim
Telefon: 069-954 24-180
Telefax: 069-954 24-133
E-Mail: ne@dgq.de
Ansprechpartner:
Dipl.-Bibl. Alexandra Nelles
Öffnungszeiten:
Mo - Do: 8.45 - 15.45 Uhr
Fr: 8.45 - 14.00 Uhr
mit Voranmeldung
Benutzungsmodalitäten:
Präsenzbibliothek, Freihand, allgemein zugänglich
Kopierservice:
Kopiergerät vorhanden (urheberrechtliche Beschränkungen)
Mitgliedschaft:
Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibliotheken (ASpB)
Sachgebiete:
Betriebswirtschaft / Information, Kommunikation,
Psychologie / Naturwissenschaften, Wissenschaft / Normen
/ Qualitätsmanagement / Qualitätsmanagementsysteme /
Statistik, Technik
Aufgaben:
- Öffentlich zugängliche
Spezialbibliothek auf dem Gebiet des
Qualitätsmanagements
- Für die im Haus der DGQ
beschäftigten Mitarbeiter stellt sie die
bibliothekarische Infrastruktur zur Beschaffung
von Fachliteratur und Informationen bereit
- Vertrieb der DGQ-Bände an Studenten.
- Erstellung des Schriftenverzeichnisses "Qualifizierung -
Literatur als Partner"
Leistungsspektrum:
- Bereitstellung der Bestände
- Literaturbeschaffung und
Zeitschriften-Umlaufdienst für Mitarbeiter der
DGQ
- Selektiver Verteildienst für
Dokumente nach fachspezifischem Profil
- Bereitstellung und Pflege des
Bibliothekssystems (LARS)
- Auskünfte,
Informationsvermittlung im Bereich
Qualitätsmanagement
- Recherchen in den Datenbanken des
FIZ Technik
Bestand:
Ca. 2.700 Bände Monographien; 58 lfd.
gehaltene Zeitschriften; 4.700 Kongreßbeiträge und
Zeitschriftenaufsätze; CD-ROMs; Loseblattwerke, Normen.
Archivbestände:
- Archiv der Bände der
DGQ-Schriftenreihe
- Archiv der Fachzeitschrift
"Qualität und Zuverlässigkeit", dem
offiziellen Organ der DGQ
Kataloge:
- Sachliche Erschließung nach
hauseigener Klassifikation
- Zugang über das Bibliothekssystem
LARS
Die DGQ-Bibliothek ist die
Bibliothek der Deutschen Gesellschaft für Qualität e.V.
(kurz DGQ). Sie ist aus dem 1952 gegründeten
"Ausschuß Technische Statistik im AWF"
hervorgegangen und besteht seit 1972 unter ihrem jetzigen
Namen. Sie ist ein gemeinnütziger Verein und
beschäftigt zur Zeit ca. 60 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Das Aufgabengebiet der DGQ-Bibliothek
definiert sich aus der Satzung der DGQ:
"Die DGQ will das Gedankengut des
Qualitätsmanagements einschließlich seiner Systeme
umfassend in deren gesellschaftlichen, wirtschaftlichen,
rechtlichen, betrieblichen, unternehmerischen und
wissenschaftlichen Umfeldern und Beziehungen in allen
Zweigen der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens
anregen, weiterentwickeln, fördern und verbreiten."
Die DGQ-Bibliothek unterstützt diesen
Zweck, indem sie entsprechende Informationen auswählt,
sammelt, katalogisiert und zur Verfügung stellt. Sie
steht hauptsächlich den Mitarbeitern und Mitgliedern der
DGQ zur Verfügung, ist aber auch für alle anderen
Interessierten, wie zum Beispiel Studenten, zugänglich.
Aus diesem Leitbild heraus ergeben sich
folgende Ziele für die Bibliothek:
- Alle Arten von Information zur
Verfügung zu stellen: Bücher, Aufsätze, aber
auch Videos, CD-ROMs und Informationen aus dem
Internet
- Die Benutzer über den bestehenden
Bestand anhand eines Kataloges zu informieren,
der ausführlich, aktuell und leicht zu
gebrauchen ist
- Jederzeit Zugang zum
Bibliotheksmaterial zu gewähren
- Nutzerfreundliche Öffnungszeiten
- Freie, kostenlose Benutzung auch
für Nicht-Mitglieder
- Platz und Möglichkeit für die
Arbeit in der Bibliothek
- Eine angemessene technische
Ausstattung für den Gebrauch von
Non-Book-Material
- Information der Öffentlichkeit
über die Dienste der Bibliothek
- Anleitung und persönliche
Beratung des Benutzers bei der Suche nach den
gewünschten Informationen
- Sichere und angemessene Lagerung
des Materials
Organisatorisch gehört die
Bibliothek zum Ressort Gemeinschaftsarbeit in der
Abteilung Vereinsarbeit. Sie wird von einer
Diplom-Bibliothekarin betreut, die durch die Sekretärin
des Ressorts vertreten wird und diese bei Abwesenheit
vertritt. So ist sie in die Arbeit des Ressorts
eingebunden. Die Gemeinschaftsarbeit trägt für
Qualitätsmanagement relevantes Fachwissen zusammen,
bereitet es in Arbeitsgruppen oder Einzelprojekten auf
und macht es der Allgemeinheit als Fachliteratur
zugänglich. Zu den Aufgaben der Diplom-Bibliothekarin
gehört es auch, den Verkaufskatalog der Publikationen zu
pflegen und zu aktualisieren. Die Bibliothekarin gibt
Auskunft über die Veröffentlichungen im Rahmen der
sogenannten DGQ-Schriftenreihe und berät Kunden bei der
Kaufentscheidung. Zu den Aufgaben gehört es aber auch,
die Verkaufszahlen zu überwachen, den Lagerbestand im
Auge zu behalten sowie den Kontakt zum Beuth-Verlag zu
pflegen, der die Publikationen vertreibt.
Die DGQ-Bibliothek entstand aus einer
ungeordneten Büchersammlung der Mitarbeiter. Bereits
seit 1990 bestand das Bewußtsein, daß dieses nicht
ausreicht und die Bücher systematisch aufgestellt werden
sollten. Der erste Schritt war, eine Aushilfskraft
einzustellen, die die Bücher nach zeitlichen Kriterien
gesichtet und neuere Publikationen aufgehoben hat. 1995
wurde erstmals eine Diplom-Bibliothekarin eingestellt,
die mit Hilfe eines elektronischen Bibliothekssystems
eine Systematik erstellte, die Bücher katalogisierte,
inhaltlich erschloß und systematisch aufstellte. Seit
Mitte 1997 wird die DGQ-Bibliothek von
Diplom-Bibliothekarin Alexandra Nelles betreut.
Ihr beruflicher Werdegang sieht wie
folgt aus:
- Ausbildung als Assistentin an
Öffentlichen Bibliotheken
- Mitarbeiterin in der
Zeitschriftenverwaltung der Zentralbibliothek des
Forschungszentrums Jülich
- Studium "Wissenschaftlichen
Bibliothekswesen" am Fachbereich
Informations- und Kommunikationswesen der
Fachhochschule Hannover mit dem
Studienschwerpunkt "Spezialbibliotheken /
OPLs"
- Thema der Diplomarbeit "TQM
in Wissenschaftlichen Bibliotheken : eine
Einführung in das Qualitätsmanagement"
Seit Juli 1997 wurden folgende
größere Projekte durchgeführt: Das alte DOS
Bibliothekssystem wurde durch eine neuere
anwenderfreundlichere Windows Version (LARS II
Bibliothekssystem) ersetzt, mit dem eine eigene
Ausgabenüberwachung erfolgen kann.
Es wurden alle Konferenzberichte
katalogisiert und inhaltlich ausgewertet. Seit Juli 1998
werden auch alle relevanten Zeitschriften ausgewertet.
Zur Zeit hat man Zugriff auf ca. 4.700 Konferenzbeiträge
und Artikel.
Aus den bereits oben genannten Zielen
der DGQ-Bibliothek ergeben sich folgende Aufgabentätigkeiten:
- Auswählen der relevanten
Literatur, Bestellen, Katalogisieren,
inhaltliches Erschließen von Büchern,
Zeitschriftenartikeln und Kongreßbeiträgen.
- Informationsbeschaffung,
Recherchen im Internet und in den Datenbanken des
FIZ Technik
- Pflege der benötigten Normen
- Freihandaufstellung des
Bibliotheksmaterials
- Ausleihe nur an Mitarbeiter
- Bearbeiten von Kundenanfragen
- Pflege des Archivs
- Verteilung von Büchern, Normen,
Zeitschriften und anderen Informationen der
Abteilung im Hause
Die Bibliothek ist im Gebäude der DGQ
im zweiten Stock untergebracht. Hier befinden sich 2.700
Monographien, 58 laufende Zeitschriften und 54
Loseblattsammlungen, die systematisch im Freihandsystem
aufgestellt sind, ferner gibt es einen
Bibliotheks-Arbeitsplatz mit Rechner und einen weiteren
Arbeitsplatz für Benutzer.
Neben den Routinearbeiten ist die
Diplom-Bibliothekarin in einigen Projekten
eingebunden:
Die Bibliothek hat eine umfangreiche
Schenkung von Büchern aus dem Bereich Statistik
erhalten. Zur Zeit werden die Bücher gesichtet, um eine
Auswahl zu treffen, welche für die Bibliothek relevant
sind.
Daneben arbeitet sie noch in zwei
Arbeitsgruppen der DGQ mit, die sich aus Mitarbeitern
mehrerer Bereiche zusammensetzen:
Die Arbeitsgruppe "Verbesserung
des Informationsflusses" und die Arbeitsgruppe
"Internet". Aus der AG "Internet"
ergibt sich ein weiteres Aufgabengebiet : die Pflege
einer Auswahl von Internetseiten der DGQ. Die DGQ betreut
sogenannte Regionalkreise. Das sind Zusammenschlüsse von
Qualitätsfachleuten, die an der Basis in erster Linie
firmen- und branchenübergeordneten Erfahrungsaustausch
pflegen (zur Zeit über 60 Regionalkreise im ganzen
Bundesgebiet). Diese Regionalkreise finden Sie mit ihren
Ansprechpartnern und Aktivitäten auch im Internet (http://www.dgq.de). Die Aufgabe der Diplom-Bibliothekarin ist es,
diese Seiten zu pflegen. Das bedeutet monatlich die
Neuerungen einzutragen, veraltete Termine zu löschen und
Hilfestellung bei Fragen zu geben.
Um die Öffentlichkeit über die
Bibliothek zu informieren, finden folgende Aktionen
statt:
- Bekanntmachung der Bibliothek in
der Fachzeitschrift "Qualität und
Zuverlässigkeit"
- Hinweis auf die Bibliothek im
Verzeichnis der Schriftenreihe und im Aus- und
Weiterbildungsprogramm der DGQ
- Jahresbericht der Bibliothek im
Tätigkeitsbericht der DGQ seit 1998
- Informationsblatt zu den
Dienstleistungen der Bibliothek
- Hinweise auf die Dienstleistungen
der Bibliothek in den Rundschreiben an die
Dozenten der DGQ.
Die Bibliothek hat keine Sponsoren,
erhält aber regelmäßig Buchgeschenke von Mitarbeitern,
Mitgliedern oder Institutionen aus dem Bereich
Qualitätsmanagement.
Eine Bibliothekskommission gibt
es nicht. Weitere Abteilungen, die sich mit dem
Archiv, Informationsvermittlung oder Dokumentation
beschäftigen, gibt es ebenfalls nicht.
In diesem Jahr kam zum ersten Mal für
eine kurze Zeit eine Praktikantin in die DGQ-Bibliothek.
Aus den Erfahrungen ergibt sich, daß eine
Bibliothekspraktikantin nur dann sinnvoll ist, wenn diese
längerfristig an einem größeren Projekt eigenständig
arbeitet. Denkbar wäre ein Projekt "Aufbau einer
Bilddatenbank mit LARS II", in dessen Rahmen die
Praktikantin die Aufgaben der DGQ-Bibliothek kennenlernt
und selbständig eine entsprechende Datenbank aufbaut.
Vor- und Nachteile aus Sicht der
betroffenen Diplom-Bibliothekarin
Nachteile der Arbeit als One-Person
Librarian
Es gibt natürlich einige Nachteile,
wenn man in einer kleinen Bibliothek arbeitet. So ist man
bei fachlichen Entscheidungen auf sich alleine gestellt.
Es gehört ein hohes Maß an Selbstdisziplin dazu, die
Arbeitsabläufe und Zeiteinteilungen selber zu
organisieren. Durch die Isolation von anderen
Diplom-Bibliothekaren muß man sehr viel Zeit und
Motivation mitbringen, um sich mit aktuellem Fachwissen
zu versorgen.
Vorteile der Arbeit als One-Person
Librarian
Die Vorteile überwiegen aber bei
weitem. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und
enthält alle Arbeitsschritte von der Buchauswahl bis zur
Endbearbeitung. Man organisiert die Bibliothek selber und
kann so häufig eigene Ideen umsetzen. Der Kontakt mit
den Kollegen ist sehr gut, und auch auf die externen
Benutzer kann man mit wesentlich mehr Zeit und Engagement
eingehen als in einer großen Universalbibliothek. Das
Themengebiet der Trägerorganisation interessiert mich
sehr. Ich habe mich schon während meines Studiums mit
Qualitätsmanagement befasst, und es ist daher für mich
eine besondere Herausforderung, die Bibliothek mit
Literatur zu versorgen, die hochwertig und in einer
Universalbibliothek nicht zu finden ist.
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